Mit diesen Tipps gelingen dir erholsame Nächte im Flieger, Bus oder Bahn und in fremden Betten.


Tipp Nr. 1: Gut vorbereitet geht es auf Reisen

Die Basis für guten Schlaf auf Reisen oder im Urlaub schaffst du bereits Zuhause – mit guter Planung und Vorbereitung. Klingt öde, ist später aber Gold wert. Denn, wer vorausschauend handelt, vermeidet Stress noch bevor die Reisestrapazen beginnen. Lege dir vor der Abreise alle Unterlagen bereit, buche deine Transporte, checke ein und packe deinen Koffer. Ins Handgepäck wandern – vor allem vor langen Reisen – Nackenkissen, Schlafmaske, Ohrstöpsel oder Kopfhörer mit Noise Cancelling. Denke auch an Dinge, die du Zuhause vor dem Schlafengehen täglich nutzt, etwa die Haarbürste oder an einen Beutel deiner liebsten Teesorte. Vertraute Rituale helfen, dein Gehirn in Schlaf-Stimmung zu bringen und damit beim Runterkommen. 

Der Tag vor der Reise ist dann meist kein gewöhnlicher – sollte er aber sein. Denn dank deiner guten Vorbereitung gibt es nicht mehr viel zu erledigen und du kannst deinen normalen Tagesablauf beibehalten. Zur gewohnten Zeit aufstehen, essen, Sport treiben. Auch das mag öde klingen, aber da Reisen ohnehin aufregend, anstrengend und chaotisch ist, tut Routine gut, um deine Nervosität zu mindern. Denn: Wer aufgewühlt ist, der findet keine Ruhe und erst recht keinen Schlaf.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit: Kamera, Ladekabel und gute Nächte

Tipp Nr. 2: So klappt schlafen im Zug, Flugzeug oder Bus

Ohne Hektik oder Sorge etwas vergessen zu haben, erreichst du entspannt deinen Zug, Bus oder Flug. Nun darfst du es sich bequem machen. Bequem? Eingequetscht zwischen Sitznachbarn, kaum Beinfreiheit und umgeben von fremden Geräuschen kann von Komfort keine Rede sein. Also das Beste aus der Situation machen: Damit in den klimatisierten Räumen aus einem bibbernden brrr schnell ein seeliges zzz wird, Kuschelsocken, einen warmen Pullover und einen Schal überziehen. Letzterer wärmt nicht nur, sondern kann auch bei der Suche nach der idealen Schlafposition helfen. Lege den Schal um die Kopfstütze deines Sitzes und binde damit deinen Kopf fest – eng, aber nicht zu stramm, damit der Kopf nicht verrutschen kann. Damit beugst du einem überdehnten Nacken vor und verhinderst, dass du ungewollt auf Kuschelkurs mit dem Nachbarn gehst. Den Schal kannst du zusätzlich über Ohren und Augen ziehen, um für ein bisschen Privatsphäre zu sorgen. Sieht nicht glamourös aus, klar, doch den Schäfchen, die du bald zählen wirst, ist das egal. 

Und noch ein Tipp: An Board von Flugzeugen muss die Crew regelmäßig überprüfen, ob du noch angeschnallt bist. Den Gurt daher sichtbar über der Kleidung oder Decke verschließen. So wirst du wenigstens nicht aus den Träumen gerissen, wenn du endlich eingeschlafen bist.

Tipp Nr. 3: So überstehst du die erste Nacht in der Ferne

Bist du dann am Reiseziel angekommen, wartet die nächste Herausforderung auf dich: die erste Nacht in einer fremden Umgebung. Diese ist häufig alles andere als erholsam. Denn aufgrund des sogenannten First-Night-Effekts schläft man an fremden Orten zunächst schlechter. Der Grund: Selbstschutz. Forscher der Brown Universität haben herausgefunden, dass unsere linke Gehirnhälfte in einer unbekannten Umgebung auch im Schlaf aktiv bleibt. So bist du, ob du willst oder nicht, während der Nacht im Hab-Acht-Modus und wachst schon bei der kleinsten Störung auf – und fühlst dich am nächsten Tag wie gerädert. 

Um den First-Night-Effekt ein wenig abzuschwächen, solltest du dich mit Vertrautem umgeben – nicht nur auf Reisen in Hotels. Schlafe auch in einer neuen Wohnung auf deiner alten, gewohnten Matratze, nehme dein eigenes Kissen mit zu Besuchen bei der Verwandtschaft, schlüpfe in deinen eigenen Pyjama vor der ersten Nacht im Zelt und höre zum Einschlafen deine Lieblingsmusik, wenn aus einem Treffen in der Bar eine spontane Übernachtung wurde. 

Gut schlafen auf Reisen und im Urlaub dank Ritualen und Gewohntem
Mit Vertrautem umgeben gegen den First-Night-Effekt.

Tipp Nr. 4: So wird der Jetlag weniger schlimm

Auf dem Weg zu neuen Abenteuern durchfliegst du manchmal gleich mehrere Zeitzonen. Die Folge: Jetlag. Eine weitere Hürde auf dem Weg zum guten Schlaf auf Reisen, die es zu überwinden gilt. Jetlag ist bei Flügen nach Osten, etwa nach Asien, heftiger als bei Flügen nach Westen. Der Grund: Es fällt besonders schwer, Tage zu verkürzen. Fliegst du jedoch nach Westen, etwa nach Amerika, reist du mit dem Licht und verlängerst deinen Tag. Das steckst du leichter weg. Ähnliches Prinzip gilt bei der Schichtarbeit: Vielen Arbeitern scheint es leichter zu fallen, wenn ihre Schichten vorwärts rotieren; also von der Frühschicht zur Spätschicht und dann in die Nachtschicht.

Das Sonnenlicht ist für unseren Körper immer der wichtigste Taktgeber, um unsere innere Uhr mit der äußeren in Einklang zu bringen. Daher raus an die frische Luft und möglichst lang im Hellen aufhalten. So kann sich dein Körper schneller an die neue Zeitzone anpassen und der Jetlag verläuft milder – egal, ob du dich gerade erst ins neue Abenteuer stürzt oder schon auf dem Weg nach Hause sind. 

Transparenz: Dieser Beitrag erschien zunächst im Rahmen der Kampagne „Schlaf und Erholung“ in der österreichischen Tageszeitung Kurier. Online könnt ihr den Original-Beitrag auf dergesundheitsratgeber.info nachlesen, wo es noch viele weitere spannende Artikel zum Thema Schlaf zu lesen gibt.

Bildquellen: Titelbild von Leah Kelley via Pexels über CC0-Lizenz; Beitragsbild Nr. 1 von OVAN via Pexels über CC0-Lizenz, Beitragsbild Nr. 2 von Andrew Neel via Pexels über CC0-Lizenz

Leave A Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.