Mit einem Soundkissen kannst du dich mit Musik auf den Ohren aufs Ohr hauen!

Hörbuch an, Licht aus und Augen zu: Sanfte Klänge, ruhige Musik, Hörbucher oder Podcasts können beim Einschlafen helfen. Wer beim Lauschen aber nicht das gesamte Schlafzimmer beschallen möchte oder störende Kopfhörer tragen will, der kann zum Soundkissen greifen. Was das ist, worauf ihr bei einem Kauf achten solltet und was meine Erfahrungen damit sind, erfahrt ihr hier:

Was ist ein Soundkissen?

Kurz und knapp kann man sagen, dass es Kissen mit integrierten Lautsprechern sind. Man legt sich darauf, startet die Musik und lässt sich in den Schlaf dudeln. Wer ein Soundkissen – auch bekannt als Klang- oder Hörkissen – verwendet, hat ein paar Vorteile:

  • Keine nervigen Kopfhörer

Mit fetten „Over Ear Kopfhörern“ schlafen zu gehen ist keine gute Idee. Denn man kann damit nur schlecht auf der Seite liegen – und genau diese Position ist die beliebteste beim Einschlafen. Aber auch kleine „In ear Kopfhörer“ haben so ihre Tücken, zumindest dann, wenn man damit ins Bett geht. Sie plumpsen heraus, wenn man sich dreht oder verheddern sich zu einem unauflöslichen Klumpen Kabelsalat. Im schlimmsten Fall wickeln sich die Kabel gar um unseren Hals, während wir schlummern – Erstickungsgefahr! Deshalb sollte man auf Kopfhörer im Bett besser ganz verzichten. Wer sich kein Soundkissen kaufen will, der lässt seine Musik über die Stereoanlage oder das Handy abspielen. Beides schränkt unsere Bewegung im Bett nicht ein und es droht auch keine Kabel-Gefahr.

  • Der Partner wird nicht gestört

Wer ein Klangkissen benutzt, hört seine Musik. Und zwar nur derjenige. Der Bettnachbar, der es vielleicht nicht so geil findet,  jeden Abend die Balladen von Adele um die Ohren geschmettert zu bekommen, hört dagegen nichts. Das kann auch dann helfen, wenn die Bettnachbarn einen sehr unterschiedlichen Musikgeschmack haben oder der eine lieber Märchen, der andere lieber Detektivgeschichten lauscht. Dieses Problem wäre damit also gelöst – und nun kann man sich mit dem Partner endlich wieder über die wichtigen Dinge des Lebens streiten: Altersvorsorge, Wandfarbe, Fernsehprogramm und die offene Zahnpastatube.

Wie unterscheiden sich Klangkissen?

Natürlich gibt es zahlreiche Hersteller und deshalb auch viele Besonderheiten der einzelnen Kissen: mit Kabel und ohne, extra flauschig oder extra flach, kurz oder lang, mit Radioempfang oder Anschlüssen für den Mp3-Player, das Handy oder die Stereoanlage. Wer total genial und/oder bekloppt ist, der kann sich auch ein Klangkissen kaufen, das mit einem Mikrofon ausgestattet ist. Das kann man beispielsweise mit dem Handy verbinden und dann sogar im Liegen telefonieren … so bleibt man auch im Bett stets erreichbar. Ob das erstrebenswert ist, sei mal dahingestellt. Aber egal, was gefällt, die Hauptsache ist doch, dass wir uns ungestört mit Klang in den Ohren aufs Ohr hauen können.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Vor einem Kauf sollten wir darauf achten, dass man das Kissen richtig sauber machen kann. Bei manchen lassen sich die Lautsprecher herausnehmen, was das Waschen in der Waschmaschine ermöglicht. Andere Modelle haben eine eingenähte Elektronik und lassen sich deshalb gar nicht oder nur per Hand waschen. Oder man bleibt einfach bei seinem geliebten Kassettenrekorder.

Kissen mit Lautsprecher
© AIVI

Kooperation mit AIVI

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit dem Hersteller AIVI. Mir wurde ihr Kissen kostenlos zum Testen zur Verfügung gestellt. Und das sind meine Erfahrungen mit dem Soundkissen:

Ich hab‘, ich hab‘, ich hab‘ Style und ein Kissen:

Das erste, das ins Auge fällt, wenn das Paket geliefert wird, ist die Aufmachung: Eine große graue Box mit silbernem Aufdruck und schwarzen Lettern. Die wird natürlich gleich geöffnet. Darin ein weißes, schmales Kissen mit Kabel. Nach einer Geruchsprobe (riecht nicht ✔) und einer ersten Knautschuntersuchung (ist weich ✔) darf das Kissen in mein Bettchen einziehen.

Komm mit mir ins Appenteuerland

Für den nächsten Schritt zum Schlafglück brauche ich mein Smartphone. Denn bevor gearbeitet wird – und ja, als Schlafblogger ist Probeschlafen Arbeit, hihi – muss die AIVI App heruntergeladen werden. In der App kann man unterschiedliche Musiktitel downloaden. Diese sind extra für guten Schlaf konzipiert worden. Sie beginnen mit einer Frequenz von etwa 12 Hertz und werden dann immer sanfter, etwa 3 Hertz. So soll die Schlafmütze am besten und schnellsten ins Traumland befördert werden. Nachteil der ausgeklügelten App: Sie verbraucht ordentlich Speicherplatz. Aber niemand muss auf das Programm zurückgreifen. Wer lieber die Klänge aus seiner eigenen Mediathek abspielt, der kann auch das tun.

I wanna lay down in a bed of Hörbüchern

Zeit zum Schlafen: Alles ist vorbereitet und ich kann es mir endlich auf dem Kissen bequem machen. Und bequem ist das AIVI Kissen wirklich. Durch seine schmale Form ist es vor allem für Seitenschläfer ideal. Denn gerade die sollten darauf achten, dass wirklich nur der Kopf und nicht auch die Schultern auf dem Kissen liegen. Wie ihr das richtige Kopfkissen für euren Schlaftyp findet, erfahrt ihr im Artikel „Das richtige Kopfkissen“.

Ich mache es mir also auf der Seite bequem und starte den ersten Track der App und höre ein leises, atmosphärisches Wabern im Ohr, was mich im ersten Moment ehrlicherweise etwas erschreckt. Ich hatte moderne Musik erwartet, irgendwas Rhythmisches. Aber ich freunde mich mit dem Klangteppich an und nach kurzer Zeit erreicht er genau das, wofür er konzipiert ist: Ich penne in Nullkommanichts weg.

4. Weck mich bitte auf aus diesem Schlaftraum

Vor dem Schlummer habe ich mir einen Wecker gestellt. Auch der ist bereits in die Kissen-App integriert. Nach 20 Minuten sollte er schellen, denn länger sollte ein Power-Nap nicht sein. Und dann ging es los: eine Fanfare begann. Erst ganz leise, aber dann irgendwann unüberhörbar. Und auch wenn sich alles in mir gegen diese Aussage sträuben möchte, so muss ich doch sagen: Für einen Wecker war das echt angenehm. Man wird nicht wie sonst mit einem schrillen Ton aus den Träumen gerissen, sondern sanft aus dem Schlaf begleitet. Daumen hoch dafür! Was mir als „Queen of Snooze“ ein bisschen gefehlt hat, ist die „Noch 5 Minuten“-Taste. Man muss sein warmes Bettchen auch wirklich sofort verlassen, wenn der Wecker loslegt – Fluch und Segen in einem.

Alles in allem kann ich sagen, dass das AIVI Kissen eine sehr gute Qualität hat und die Herzen von Hörkissen-Fans höher schlagen lassen wird. Auch erwähnen muss man aber, dass man mit diesem Kissen gleich in die Delux-Klasse der Soundkissen einsteigt. Es ist nicht nur ein Klangkissen, sondern ein ganzes Schlafkonzept, das da in einer Box nach Hause geliefert wird. Für Einsteiger vielleicht zu viel des Guten, für Schlafprofis oder die, die es noch werden wollen eine feine Sache.

Beitragsbild: Logan Nolin on Unsplash

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