Der neue Streamingdienst Napflix zeigt so sterbens langweilige Filme, Serien und Dokumentationen, dass jeder sofort wegpennt – und genau das ist das Ziel.

Ich gebe es zu: Wenn ich jemanden oder etwas witzig finde, dann bin ich ganz schnell ein großer Fan. Und Napflix ist genau einer dieser Fälle. Der neue Streamingdienst möchte verhindern, dass seine Zuschauer gebannt vor ihren Laptops sitzen und eine Folge nach der anderen bingewatchen. Deshalb gibt es auf der Video-Plattform nur Filme, Serien und Dokumentationen, die so langweilig sind, dass man sofort wegpennt.

Zur Wahl stehen Schachfinale oder die Oper Aida – einschlafen garantiert!

Man kann sich fast nicht entscheiden, welches Video noch öder ist, als das andere: Die nicht enden wollende „Erklärung der Quantentheorie“,  die „wundervolle Welt der Tupperware“ oder eine Stunde lang auf eine Sanduhr zu starren. Mein persönlicher Tipp die Doku „Koala Slow Life“ – nur so viel: der Name ist Programm.

Napflix ist eigentlich gar kein Gag

Die Aufmachung von  Napflix ist ganz klar vom berühmten US-Streaming-Service Netflix inspiriert. Das kann man gut oder doof finden – ich sehe es einfach als Satire. Aber eigentlich ist die Idee hinter der selbst ernannten „Siesta Video Platform“ gar nicht zum lachen, sondern ziemlich intelligent. Die Gründer Franc Bonet und Victor Gutierrez de Tena sind der Meinung, dass wir in einer Welt leben, in der wir täglich mit Informationen zugemüllt werden. Alles wird immer mehr und viele fühlen sich überfordert. Deshalb gründeten die beiden Spanier eine Plattform für langweilige Unterhaltung. Dort kann man, genau wie früher als Kind, entspannt Fernsehen schauen und dabei ganz langsam wegschlummern. In Zukunft soll es nicht nur altes Videomaterial wie eine Übertragung der Tour de France aus den 90er Jahen geben, sondern große Eigenproduktionen. Eigens für die Entspannung gefertigte Filme und Serien. Da bleibt mir nichts weiter zu sagen als: Yeah, diewillnurschlafen ist ein rießen Fan von Napflix. Gute Nacht!

Bildquelle: Sven Scheuermeier.ch via Unsplash, Informationsquelle: Wired

1 Comment

  1. Lara 26. November 2016 at 10:35

    An sich ist das mit Napflix auf jeden fall eine witzige Idee.

    Ich bin mir aber sicher, dass es für den Menschen nicht so gut ist, wenn er zu oft vor der laufenden Kiste einschläft, da sich alles was zu dieser Zeit auf Flimmerkiste läuft dann ungefiltert ins Unterbewusstsein einbrennen.

    Ist bei einer Übertragung der Tour der France aus den 90ern natürlich nicht besonders schlimm =) kann aber bei anderem Filmmaterial ganz anders aussehen.

    Deshalb bin ich eher skeptisch was das einschlafen vor dem Fernseher angeht.

    Trotzdem natürlich ein interessanter Artikel ! Hätte sonst nicht gewusst dass es so etwas überhaupt gibt =)

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