Ein Evergreen für’s Schlafzimmer: Diese Pflanzen sorgen für frische Luft und dürfen mit Handkuss ins Schlafgemach einziehen.

Die einen haben ihn, die anderen haben ihn nicht: den grünen Daumen. Ich selbst habe leider keinen und meine Pflanzen wachsen eher knusprig statt grün. Aber nun ja, da kann man wohl nichts machen. Interessant finde ich das Thema trotzdem. Vor allem wenn es darum geht, ob man sich Gewächse ins Schlafzimmer stellen sollte. Darüber wird hitzig diskutiert. In meinem Beitrag „Pflanzen im Schlafzimmer“ könnt ihr alle Vor- und Nachteile von etwas Grün im Schlafgemach nachlesen. Darin beschreibe ich, dass Pflanzen im Schlafzimmer gar nicht so schlecht sind wie ihr Ruf.  Sie sorgen für das richtige Klima und reinigen die Luft von Schadstoffen. Man muss eben nur wissen, welche Sorte man sich neben das Bett stellt. Sehen wir uns also an, welches Grün ins Schlafgemach einziehen darf.

  5 Pflanzen für eine gute Nacht

1. Einblatt

Unser erster grüner Gast im Schlafzimmer ist das Einblatt, auch Scheidenblatt oder Blattfahne genannt. Die kräftig grüne Pflanze sorgt dafür, dass im Schlafzimmer eine angenehme Atmosphäre herrscht und steigert die Luftfeuchtigkeit im Raum. Das ist vor allem super für Personen, die mit trockenen Schleimhäuten zu kämpfen haben. Das Einblatt kann die Feuchtigkeit in der Luft um sagenhafte fünf Prozent steigern – das ist eine beeindruckende Leistung für so ein zartes Gewächs.

Das Beste: Das Einblatt ist extrem pflegeleicht. Selbst Pflanzen-Legastheniker wie ich kommen damit klar. Denn die Pflanze sieht großzügig darüber hinweg, wenn man das Gießen mal vergisst oder man es wieder zu gut gemeint hat mit dem Wasser.

2. Aloe Vera

Herzlich willkommen sagen wir auch zur Aloe Vera, die einen Zaubertrick auf Lager hat: Während die meisten Pflanzen nachts Sauerstoff verbrauchen und so für schlechte Luft sorgen, gibt Aloe Vera auch in der Nacht Sauerstoff ab. Das verbessert das Raumklima ungemein. Aber Vorsicht! Diese Pflanze sollte man sich nicht aufs Nachtkästchen stellen, denn sie hat scharfe Zacken. Und wir möchten ja nicht schlaftrunken an die Dornen fassen, wenn wir morgens nach dem Wecker tasten. Aber mit ein bisschen Anstand heißen wir Aloe Vera herzlich in unserem Schlafzimmer willkommen.

3. Bogenhanf

Du darfst auch gerne eintreten, lieber Bogenhanf und uns deine Superkräfte zeigen. Dieser grüne Geselle kann nämlich gleich mit zwei beeindruckenden Fähigkeiten aufwarten. Die Erste kennen wir bereits – auch der Bogenhanf gibt nachts Sauerstoff ab und verbessert so die Luft. Aber er macht auch gleichzeitig noch sauber: Mit seinen Blättern filtert er Haushaltsgifte wie Formaldehyd oder Benzol aus der Luft. Da lässt es sich doch gleich viel befreiter durchatmen!

4. Efeu

Was rankt sich den hier in die Nähe unseres Betts: es ist Efeu. Und wir freuen uns sehr, dass er den Weg ins Schlafzimmer gefunden hat. Denn Efeu ist der absolute Saubermann. Er kann die Raumluft mit am besten reinigen. Studien der NASA zeigen, dass Efeu bis zu 94 Prozent aller Schadstoffe aus der Raumluft filtern kann. Besonders auf Schimmelsporen hat er es abgesehen und macht ihnen kurzen Prozess. Deshalb lieben wir seine Anwesenheit im Schlafzimmer. Größter Nachteil dieser Pflanze ist jedoch, dass die Blätter giftig sind. Deshalb darf der Efeu-Putztrupp nicht ins Kinderzimmer und auch nicht am Boden stehen – zumindest wenn man Haustiere hat.

5. Zitronengras

Unser letzter grüner Gast im Schlafzimmer ist gerade in den Sommermonaten gern gesehen. Denn zu dieser Jahreszeit rauben uns nicht selten Steckmücken den Schlaf. Wie gut, dass dagegen ein Kraut gewachsen ist: Zitronengras. Am besten stellt man es direkt aufs Fensterbrett und sorgt so dafür, dass die Plagegeister gar nicht erst ins Schlafzimmer hineinfliegen – und dann lautstark herumsurren. Mücken mögen den Geruch von Zitronengras nicht und halten sich deshalb lieber fern. Alternativ zur „echten Pflanze“ könnte man auch eine Duftkerze aufstellen, die Zitronenaroma im Raum verteilt.

 

Das sind sie also: Die fünft besten Pflanzen, die für eine gute Nacht sorgen. Abschließend muss aber noch etwas gesagt werden: Denn auch wenn all diese Pflanzen wirklich super sind und unseren Schlaf verbessern können, sollten Allergiker trotzdem immer vorsichtig sein. Es kann immer sein, dass eine bestimmte Pflanzenart die Allergie verstärkt und dann wars‘ das mit der guten Nacht.

Quelle: NASA-Studie „Interior Landscape Plants for Indoor Air Pollution Abatement„;  Beitragsbild: Sarah Dorweiler

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