Müde bin ich, geh zur… Arbeit: Ein amerikanischer Chef hat keinen Bock mehr auf müde Mitarbeiter und zahlt ihnen eine Schlafprämie, wenn sie sich aufs Ohr hauen. 

Müde Meute am Arbeitsplatz

Es kann ein wirklich deprimierender Anblick sein, wenn man morgens den Blick durch ein Großraumbüro schweifen lässt: Augen auf Halbmast, gähnende Münder und Menschen, die sich hoffnungsvoll an eine Tasse Kaffee klammern. Auf genau diesen Anblick hatte der amerikanische CEO Mark Bertolini keine Lust mehr und führe ein schläfriges Bonusprogramm ein: Wenn die Mitarbeiter nachweisen konnten, dass sie die letzten 20 Nächte jeweils mindestens sieben Stunden geschlafen hatten, dann klingelte die Kasse. Bis zu 500 Dollar im Jahr konnten sie so kassieren.

Chef zahlt Mitarbeitern Schlafprämie

In der Ruhe liegt die Arbeitskraft

Durch die kleine Finanzspritze wollte der CEO erreichen, dass seine Angestellten besser auf sich achten, früher zu Bett gehen und im Anschluss ausgeruht und wach in der Arbeit erscheinen. Und dieses Ziel war ihm eine ordentliche Stange Geld wert. Eine Investition die sich lohnt. Denn selbst wenn Bertolini die Schlafprämie in voller Höhe auszahlen muss, fällt Gewinn für ihn ab: „Ausgeschlafene Mitarbeiter sind deutlich produktiver und treffen bessere Entscheidungen. Das kann pro Person bis zu 3000 Euro wert sein“, sagte er der CNBC. Ganz selbstlos hatte der CEO das Bonusprogramm für Schlafmützen also nicht eingeführt: Er macht damit Profit. Genau wie seine Mitarbeiter, die sich zum einen körperlich erholen und zum anderen etwas dazuverdienen.

Money, Money, Money. Always sleepy

Eigentlich eine Win-win-Situation. Eigentlich. Denn natürlich muss man dazusagen, dass es ziemlich traurig ist, dass Menschen nur durch einen Geldanreiz dazu gebracht werden ausreichend zu schlafen. Schlaf ist ein menschliches Grundbedürfnis und das zu befriedigen sollte selbstverständlich sein. Offensichtlich war das in dieser Firma, ironischer Weise eine der größten Krankenversicherer der USA, wohl nicht mehr der Fall. Und Bertolini wollte Gegenmaßnahmen ergreifen. Die Schlafprämie war übrigens nicht der erste Versuch, seine müden Mitarbeiter zu motivieren: kostenlose Yogastunden und Mediationskurse gab es bereits.

 

Bildquelle: NeONBRAND; Collage unter Verwendung von Freepink

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