Lass‘ die Korken knallen: Am 21. Juni ist der “Tag des Schlafes“. Aber warum zur Hölle feiern wir den Ehrentag der guten Nacht ausgrechnet an dem Tag, an dem es am längsten hell ist?!

Kalender und Bleistift liegen bereit denn es ist Tag des Schlafes

Es gibt einen Tag im Jahr, an dem wir Schlafmützen wahlweise eine feierliche Flasche Sekt ploppen lassen oder mit einem beruhigenden Kräutertee auf eine gute Nacht anstoßen können: Der Tag des Schlafes. Mitten im Monat Juni dürfen wir den Schlummer hochleben lassen, ihn gebührend feiern und all unsere Aufmerksamkeit schenken – Schlaf, Konfetti und Yeah.

Allerdings muss den Termin für diesen Freudentag wirklich ein Sadist gewählt haben. Denn genau an diesem Datum, mitten im Hochsommer, feiern wir auch Sonnenwende. Es ist also genau der Tag im Jahr, an dem es am längsten hell bleibt, die Sonne auch noch spätabends leuchtend am Himmel steht und uns strahlend beim Grillen im Garten zusieht. Und – das ist das Wichtigste – wir die absolut kürzeste Nacht von allen vor uns haben.

Das Datum ist doch ein Witz

Das macht doch keinen Sinn, oder? Stimmt. Es ist total bekloppt – aber natürlich kein Zufall. Sondern der Termin ist ganz bewusst so gewählt worden. Denn es hat Symbolkraft den Tag des Schlafes genau auf dieses Datum zu legen: Es ist ein kleiner, stummer Appell an alle, die den Schlaf mit Füßen treten. Denn, sind wir mal ehrlich, wenn wir über den Schlaf reden, dann meist nur über dessen Mangel. Zum Beispiel dann, wenn wir zu wenig oder schlecht geschlafen haben. Oder wenn wir Schwierigkeiten damit haben, abends wegzupennen. Haben wir hingegen so richtig gut geschlafen, dann verlieren wir meist kein Wort darüber.

Deshalb ist es auch nur logisch und konsequent, dass wir den Schlaf genau dann hochleben lassen, wenn er richtig zu kurz kommt: Am 21 Juni. Wenn wir statt zu schlummern lieber die lauen Abende mit einem kühlen Aperol-Spritz begießen – was natürlich auch himmlisch sein kann. Ein anderes Datum, vielleicht im müden Winter, wäre vielleicht sinnvoller gewesen – aber Brüche im Normalen erzeugen deutlich mehr Aufmerksamkeit. Und genau deshalb: Daumen hoch für den Tag des Schlafes mit einer Extraportion Sonnenschein. Man muss die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen.

Jeder Tag ist Tag des Schlafes

Was wir nun aber trotz aller Freude zum Schlummer-Ehrentag feststellen ist, dass wir nie oder viel zu selten über die Schönheit und die beeindruckenden Heldentaten des Schlafes sprechen. Jede Nacht hält er sie für uns bereit, wir müssen nur zugreifen und es uns in Morpheus Armen gemütlich machen. Das ist doch toll, oder?

Damit wir endlich wieder erkennen, welche beeindruckenden Funktionen der Schlafen zu bieten hat, habe ich ein Buch zum Thema geschrieben. Es heißt: „Ab ins Bett!  Eine traumhafte Reise in die Welt des Schlafes“ und erscheint am 18. September. Wer möchte kann es aber jetzt schon vorbestellen und um uns die Wartezeit zu verkürzen, stoßen wir am Tag des Schlafes eben mit einem Aperol Spritz auf das Wohl des süßen Schlummers an. Oder eben mit einem Kräutertee.

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