APNOE-SCREENING: SLEEPIZ IM TEST
Meine Erfahrung mit dem Schlafapnoe-Selbsttest von Sleepiz.

Schnarchen wird oft als lästig, aber banal abgetan. Doch es kann auch krankhaft sein: Wenn nachts immer wieder dein Atem stockt, könntest du eine Schlafapnoe haben. Ein Anzeichen der Atemstörung ist lautes, unregelmäßiges Schnarchen und Schnauben.

Was ist eine Schlafapnoe?

Das Schlafapnoe-Syndrom ist eine krankhafte Atemstörung, die Mediziner vom „normalen“ Schnarchen abgrenzen. Bei einer Apnoe steht nachts immer wieder dein Atem still. Die Gründe, warum die Atempausen entstehen, sind individuell. Übergewicht ist etwa eine typische Ursache, denn Fett setzt nicht nur am Bauch und an den Beinen, sondern auch an Hals und Zunge an. So verengt sich der Halsbereich, was den Atemfluss beeinträchtigen kann.

Bei Atempausen im Schlaf schlägt dein Körper Alarm: Er reagiert auf den Sauerstoffmangel mit leichten Weckreaktionen, den sogenannten Arousals. Von diesen wirst du zwar meist nicht wach, aber deine Schlafqualität leidet. Das merkst du oft am nächsten Tag. Typische Folgen einer Apnoe sind Müdigkeit am Tag, Konzentrationsschwäche und miese Laune. Wenn du mehr über das Schlafapnoe-Syndrom, seine Ursachen und Behandlung erfahren möchtest, kannst du diesen Apnoe-Artikel lesen, den ich für Focus Gesundheit verfasst habe.

Hast du eine Schlafapnoe?

Etwa 3% der Frauen und 5% der Männer haben eine obstruktive Schlafapnoe.

BUNDESMINISTERIUM FÜR GESUNDHEIT

Doch nicht jedes Schnarchen und jede Atempause ist krankhaft. Mediziner sprechen von einer Schlafapnoe, wenn du nachts mehrere Atemaussetzer pro Stunde hast und diese jeweils mindestens zehn Sekunden lang sind. Doch da die Atemstillstände im Schlaf geschehen, bleibt die Erkrankung oft unbemerkt.

Wie kannst du also feststellen, dass nachts dein Atem stockt? Eine Idee hat das Team von Sleepiz: Sie haben ein smartes Screening-Gerät entwickelt, mit dem du vom eigenen Bett aus messen kannst, ob du im Schlaf Atempausen hast – und wenn ja, wie häufig. Das Unternehmen ist ein vom TÜV zertifizierter Medizinprodukthersteller.

Vorbereitung deines Apnoe-Selbsttest

Bei Sleepiz kannst du online dein Apnoe-Screening für Zuhause ab 99 € buchen. Im Anschluss bekommst du Post. Im Paket ist alles enthalten, was du brauchst, um deinen Schlaf zu überwachen: einen kleinen weißen Würfel, der dein Schnarchen aufzeichnet, einen Fitness-Tracker mit Fingersensor, der nachts unter anderem deine Sauerstoffsättigung misst, und ein Tablet zur Bedienung. Der Aufbau gelingt leicht: Tablet aktivieren, Würfel in Position bringen, Fingersensor anlegen – und die Schlafuntersuchung kann starten.

Das Sleepiz-Screening im Praxis-Test

Das Apnoe-Screening-Gerät misst nun drei Nächte in Folge wichtige Schlafparameter und übermittelt sie an das Unternehmen. Mitbekommen wirst du von all dem wenig. Lediglich der Fingersensor mit seiner kleinen roten Leuchte kann etwas den Schlaf stören. Sind die drei Test-Nächte vorüber, packst du das Gerät wieder in den Karton und schickst alles mit dem beigelegten Rücksende-Etikett zurück an Sleepiz.

In einem zweiten Schritt werten Mitarbeiter des Unternehmens deine Daten aus. Je nachdem, welches Paket du gebucht hast, erhältst du neben einem Bericht noch eine Telefon-Besprechung deiner Daten und ein Schlafcoaching.

Da ich selbst nicht schnarche, habe ich einen Freund gebeten, das Gerät drei Tage lang in sein Schlafzimmer zu stellen, seinen Schlaf aufzeichnen zu lassen und mir dann zu berichten. Bei seiner Testauswertung hat er dann mit einer studierten Gesundheitswissenschaftlerin gesprochen. Bei Sleepiz arbeitet sie als „Telehealth-Coach“, so ihr Job-Titel. Insgesamt hat das Team aber unterschiedliche berufliche Werdegänge; auch eine Psychologin ist dabei.

Die Auswertung der Test-Nächte

Die Auswertung am Telefon dauerte, inklusive Nach- und Verständnisfragen, rund 45 Minuten. Los geht es mit einfachen Fragen, die helfen, die Ergebnisse besser einordnen zu können. Welche Schlafgewohnheiten hat die Person? Hat sie Vorerkrankungen? Oder auch: Sind im Familienkreis Fälle von Schlafapnoe bekannt? Anschließend werden die Daten Schritt für Schritt besprochen. Das Ergebnis meines Freundes: keine Schlafapnoe, aber bei der Schlafqualität gibt es noch viel Luft nach oben – auch interessant.

In der ersten aufgezeichneten Nacht (Samstag auf Sonntag) lag seine „Zeit im Bett“ laut Datenauswertung zwar bei imposanten 10 Stunden und 46 Minuten, die Schlafeffizienz allerdings nur bei 54.74 %. Idealerweise sollte dieser Wert über 85 Prozent liegen. Einfach formuliert: Mein Freund schlief zwar lange, aber nicht gut. Ein Grund dürfte gewesen sein, dass er abends feiern war – und Alkoholgenuss verschlechtert den Schlaf. In den beiden darauffolgenden Nächten waren die Werte dann besser. Schlaf-Tipp der Expertin: weniger Alkohol und Stress vor dem Einschlafen meiden.

Und was lässt sich nun gegen das zwar nicht krankhafte, aber dennoch nervige Schnarchen unternehmen? Auch hier lautet die Antwort: weniger Alkohol, mehr Sport und auf das Gewicht achten. Außerdem, so die Expertin: „Wir empfehlen Leuten, die schnarchen, auf der Seite zu schlafen.“ Denn durch das Rückenliegen werden die Atemwege zusätzlich verengt, da das Zäpfchen in den Rachen drückt.

Pro und Contra: Selbsttests für Apnoe-Patienten

Beim Screening von Sleepiz wird dein Schlaf im heimischen Bett vermessen. Das erspart Nächte im Schlaflabor und lange Wartezeit auf eben diese. Ein relevanter Punkt, denn hierzulande haben Patienten Anspruch auf eine kostenlose Betreuung von einem Arzt. Heißt auch: Niemand muss aus eigener Tasche für ein Screening bezahlen.

Das scheint auch dem Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner e.V. besonders wichtig zu sein. Auf Anfrage schrieben sie: „Jeder Patient hat das Recht und auch die Möglichkeit, kostenlos eine vom Pneumologen überwachte und ausgewertete Screening-Untersuchung mit allen relevanten Auswertungen zu bekommen.“

Typische Situationen, in denen selbstbezahlte Screenings dennoch genutzt werden, sind zum Beispiel, wenn die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum eingeschränkt ist oder die Wartezeiten bis zum Termin beim Facharzt lange sind. Doch klar ist auch: Das Screening für Zuhause ersetzt nicht den Arztbesuch.

Bei Apnoe ab zum Arzt

Wenn du nachts Atemaussetzer hast gilt immer: Ab zum Arzt! Eine Apnoe muss von einem Doktor diagnostiziert und behandelt werden. Auch wenn du schlecht schläfst oder denkst eine Apnoe zu haben, kannst du dich an deinen Hausarzt wenden. Dieser überweist dich gegebenenfalls an einen Spezialisten weiter. In Frage kommen beispielsweise ein Schlafmediziner, HNO- oder Lungenfacharzt (Pneumologe). Ergänzend gilt, wie gelernt: weniger Alkohol, mehr Sport, Stress meiden und auf das Gewicht achten.

Transparenz: Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Sleepiz. Für einen authentischen Test habe ich das „Screening Plus“ kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Nachdem ich von der Qualität überzeugt war, habe ich beschlossen, eine Rezension über das Angebot von Sleepiz zu verfassen. Dafür wurde ich nicht bezahlt. Meine Kritik ist neutral und wurde nicht von Sleepiz beeinflusst. Auch Teil der Transparenz ist, dass ich eine Provision erhalte, wenn du den Gutscheincode „dwns20“ im Shop von Sleepiz nutzt. Du erhältst damit 20% Rabatt auf dein Screening und unterstützt gleichzeitig diewillnurschlafen. Vielen Dank und gute Nacht.

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